Vom Reiz der Erntezeit! Auftrag und Ertrag! Was Verkauf und Landwirtschaft gemeinsam haben!

Heute habe ich die ersten Mähdrescher auf den Feldern gesehen!
Als Landwirtskind war sofort die Erinnerung an die spannende Erntezeit da.
Als Kind habe ich es geliebt diese Tage mitzuerleben, voller Erwartung, Unruhe. Die Vorbereitungen, damit, sobald es „endlich“ losgeht und der Mähdrescher auf das Feld fährt, alles bereit ist. Den täglichen Blick auf den Wetterbericht und die Hoffnung, dass sich das Wetter günstig zeigt. Und immer noch bleibt die Frage nach dem „perfekten“ Zeitpunkt, das Getreide nicht mehr zu nass und doch auch nicht zu trocken geworden ist… sonst gibt es nachher Abzüge beim Verkauf.

Auch im Verkauf gibt es ´“spannende“ Zeiten. Vorgespräche, die dann in einem Angebot münden. Es wird kalkuliert, alle Eventualitäten werden einbezogen, das entgültige Angebot abgegeben und manchmal gibt es Nachverhandlungen. Die Wartezeit beginnt. Die Entscheidung liegt beim Kunden.

Erst nach der „Erntezeit“ kann der Landwirt feststellen, wie hoch sein Ertrag ausfällt, abhängig von den dann aktuellen Marktpreisen wird er erst dann feststellen, wie hoch sein Gewinn oder auch Verlust ausfällt. Denn auch mit einem Verlust muß in der Landwirtschaft gerechnet werden. Állein das unkalkulierbare Wetter kann zu empfindlichen Einbussen führen.
Als Kind hörte ich einmal in einem Gespräch unter Landwirten die traurige Aussage:  „Im vergangenen Jahr wären meine Frau und ich besser einfach lange irgendwohin in Urlaub gefahren, da hätten wir für das Geld, das wir verloren haben, wenigstens was Schönes erlebt!“ Ich erinnere mich ebenso daran, dass ein Landwirt das über das Jahr sorgsam gezogene Gemüse auf dem Feld untergepflügt hat, weil er noch mehr Verluste gemacht hätte, wenn er es in Handarbeit hätte abernten lassen. Die Löhne für die Feldarbeit wären zu hoch gewesen. Diese Situationen haben mich damals sehr beeindruckt!

Im Vertrieb kann es manchmal sein, dass Sie sehr gern einen Auftrag übernehmen würden. Die Aufgabe und die Zusammenarbeit mit einem Kunden kann reizvoll sein! Für das Angebot haben sie bereits Gespräche geführt und haben den Bedarf ermittelt. Das Angebot haben sie erstellt. Bei einem Ja von Seiten des Kunden könnten sie sofort loslegen.
Ich finde, jeder Kunde hat das Recht nachzuverhandeln! Da können einzelne Posten verändert oder auch gestrichen werden. Wichtig ist dabei: das Angebot und das „Ertrag“ müssen sich unter dem Strich für beide Parteien rechnen. Es zeigt sich, dass auch sie als Verkäufer ihre Entscheidung treffen müssen, welchen Auftrag sie übernehmen werden und bei welchem Auftrag sie „draufzahlen“ würden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *